Zehn Jahre Räuberbauten – von der Handkreissäge zur eigenen Werkstatt

Im März 2016 begann die Reise von Räuberbauten. Der Weg in die Selbstständigkeit war kein geradliniger Plan, sondern das Ergebnis einer tief verwurzelten Leidenschaft: der Arbeit mit Holz. Der Duft frisch gesägter Bretter, die Wärme eines natürlichen Materials und die Möglichkeit, aus einer Idee etwas Greifbares entstehen zu lassen – all das war von Anfang an der Antrieb. 

Die Begeisterung fürs Handwerk hat familiäre Wurzeln. Schon zu Hause wurde kreativ gebaut und für jedes Problem eine praktische Lösung gefunden. Diese Haltung prägt bis heute jedes Projekt. 

Der Start war klein und persönlich: Ein selbst gebautes Bett für die eigenen vier Wände, der Ausbau eines Busses für eine besondere Reise – und kurz darauf die erste Anfrage von außen: 
„Kannst du uns vielleicht auch ein Hochbett bauen?“ 

Mit diesem Auftrag begann die Geschichte. Aus einzelnen Projekten wurden immer mehr Anfragen, aus einer Idee wuchs Schritt für Schritt eine Werkstatt – und aus Leidenschaft ein Handwerksbetrieb. 


Die Anfänge – klein, laut und ziemlich improvisiert

Mein wichtigstes Werkzeug am Anfang: ein grüner Bosch-Akkuschrauber und eine Handkreissäge. 

Das erste Hochbett entstand im Keller meiner damaligen Wohnung. Nicht besonders groß, nicht besonders komfortabel – aber mit unglaublich viel Herzblut. 

Was ich von Anfang an hatte, war Unterstützung von Familie und Freunden. Leute, die mit angepackt, Mut gemacht und gesagt haben: Probier’s einfach. 

Später kam die erste kleine Werkstatt, in der ich meine Projekte noch besser umsetzen konnte. Vor sieben Jahren sind wir dann in unsere heutige, größere Werkstatt gezogen, in der wir heute arbeiten und unsere Projekte realisieren. 


Wann ich wusste, dass es funktioniert

Ein Schlüsselmoment war gar kein einzelner Auftrag. Es war der Punkt, an dem ständig neue Anfragen kamen – und immer mehr über Empfehlungen. Menschen haben uns weiterempfohlen, weil sie zufrieden waren. Weil sie gesehen haben, mit wie viel Liebe wir arbeiten. Und weil am Ende etwas im Raum stand, das wirklich zu ihnen passt. 

Spätestens da habe ich gemerkt: Das hier fühlt sich richtig an. Das ist wahrscheinlich genau die Art von Arbeit, die ich unbewusst immer für mich gesucht habe.  


Warum ich Hochbetten liebe

Hochbetten sind für mich die perfekte Mischung aus Kreativität und Funktion. 

Wenn ich einen Raum betrete, sehe ich meistens ziemlich schnell, was dort entstehen kann. Dann kommen die Wünsche der Kunden dazu – und irgendwo dazwischen liegt am Ende die Lösung. 

Wenn ich die Projekte plane fühlt sich oft so an, als würde es einfach „laufen“. 

Von der ersten Idee bis zum Einbau vergehen – je nach Auftragslage – meist ein bis sechs Monate. Für individuelle Möbel ist das ziemlich schnell, und genau diese direkte Umsetzung gemeinsam mit den Kunden macht mir riesigen Spaß. Besonders berührend sind die Momente, wenn wir ein Bett zum Geburtstag aufbauen und später Videos bekommen, wie die Kinder es zum ersten Mal entdecken. Mehr Wertschätzung geht kaum. 


Heute: starke Werkstatt, starkes Team – und ein Ort für Freunde

Inzwischen sind wir gewachsen und arbeiten in unserer heutigen, größeren Werkstatt. Knobi ist inzwischen seit sechs Jahren an meiner Seite, Steve seit zwei. Wir sind alte Freunde, haben eine riesige Vertrauensbasis, wissen, wie der andere tickt – und genau das merkt man in unserer täglichen Arbeit. Neben dem Ernst bei Projekten gibt es auch immer Platz für Humor. 

Ein ganz besonderer Dank geht auch an meinen Freund Vicke, der mich über die Jahre immer wieder unglaublich unterstützt hat. Auf ihn war und ist einfach Verlass. 

Überhaupt waren Freunde immer wieder Teil von Räuberbauten. Wenn jemand gerade einen Job brauchte oder mit anpacken wollte, war in der Werkstatt oft Platz. Dieses Miteinander, dieses unkomplizierte Helfen, hat den Weg von Anfang an geprägt. 

Unsere Werkstatt ist deshalb nicht nur Arbeitsplatz. Sie ist auch Treffpunkt. Ein Ort, an dem Freunde ihre eigenen Projekte umsetzen können, an dem man zusammen feiert, zusammensitzt und sich austauscht. Genau diese Mischung macht es für mich besonders. 

Besonders am Herzen liegt mir die Arbeit mit jungen Menschen. Es begeistert mich zu sehen, wie die nächste Generation Freude am Handwerk entwickelt und eigene Ideen in die Tat umsetzt. Meine Neffen haben bereits ihre eigenen Zimmerprojekte mit mir verwirklicht und unterstützen immer wieder tatkräftig in der Werkstatt. Auch mein Vater ist regelmäßig mit dabei – vor allem dann, wenn Maschinen streiken oder technische Lösungen gefragt sind. Und meine Söhne stehen dem in nichts nach: kreativ, geschickt im Umgang mit Werkzeug und mit einer ansteckenden Begeisterung, die mich jedes Mal aufs Neue stolz macht. 


Vielfalt unserer Projekte

Heute verstehen wir Hochbetten nicht mehr als einzelnes Möbelstück, sondern als Teil durchdachter Wohnraumlösungen. Aus einem Bett wird ein ganzes Raumkonzept – mit integriertem Stauraum, Regalen, Schränken, Arbeitsplätzen oder Spielebenen, alles passgenau auf den jeweiligen Raum abgestimmt. So entstehen individuelle Lösungen, die Funktion, Gestaltung und Handwerk miteinander verbinden. 

Dabei denken wir Räume ganzheitlich und entwickeln Konzepte, die sich harmonisch in das Wohnumfeld einfügen – ob im privaten Zuhause oder in gemeinschaftlich genutzten Räumen. Für größere oder materialübergreifende Projekte greifen wir auf ein eingespieltes Netzwerk zurück, sodass auch Kombinationen aus unterschiedlichen Werkstoffen und umfassende Ausbauvorhaben zuverlässig umgesetzt werden können. 


Ohne Rückhalt geht es nicht

Selbstständigkeit bedeutet auch: lange Tage, Wochenendarbeit, abends noch Termine oder Baustellen. Gerade bei größeren Projekten bin ich viel unterwegs. 

Umso dankbarer bin ich für meine Familie: meine Frau, meine Eltern, meine Schwiegereltern, meine Schwester und ihren Mann. Sie alle sorgen dafür, dass ich den Rücken frei habe und meine Arbeit gut machen kann. Ohne sie würde das in dieser Form nicht funktionieren. 


Zehn Jahre Selbstständigkeit – meine Erfahrungen

Nach zehn Jahren Selbstständigkeit habe ich ein paar Erkenntnisse, die ich gern weitergeben möchte: 

Einfach machen:  

Nicht zu viel zögern und nicht alles auf morgen verschieben Ja kann manchmal auch anstrengend sein aber lohnt sich. 

So viel wie möglich ausprobieren:  

Auch über den Tellerrand schauen. Manchmal merkt man so, was man nicht machen will, und findet irgendwann das, was wirklich passt. So war es auf jeden Fall bei mir. hat ne Weile gedauert aber hey…der Weg hier her war auch nicht schlecht. 

Nutze alle verfügbaren Ressourcen:  

Heute kann man Informationen online recherchieren oder direkt von erfahrenen Menschen offline lernen. 

Netzwerk aufbauen:  

Freunde und Familie sind oft ein größeres Netzwerk, als man denkt. Ob nun daraus direkte Projekte entstehen, man darüber weitere Menschen kennenlernt oder einfach nur mal paar helfende Hände zur Verfügung hat wenn man Sie braucht das alles ist enorm wichtig und hat mir am Anfang meiner Selbständigkeit sehr geholfen. 

Gesund wachsen:  

Ich habe mir nie Geld geliehen, um große Anschaffungen zu machen. Stattdessen habe ich aus jedem Projekt, bei dem ich Geld verdient habe, wieder in neues Werkzeug oder später große Maschinen investiert. Das Gefühl es dann in den Händen zu halten oder damit das erste Mal zu arbeiten ist einfach unschlagbar. 

Fleiß zahlt sich aus: 

Wer konsequent und engagiert arbeitet, wird am Ende belohnt. Ist einfach so!!! 

Zahlen im Blick behalten:  

Ich glaube eins der nervigsten Themen in der Selbstsändigkeit aber wahrscheinlich auch das Wichtigste wenn es langfristig funktionieren soll. Also immer schön Finanzamt, Krankenkassen und andere Pflichten ernst nehmen.  

Freunde einbeziehen:  

Zusammenarbeit mit Freunden funktioniert super, wenn man klar, offen und fair über Geld spricht. Loyalität und Vertrauen sind durch Freundschaft ohnehin schon vorhanden. Wenn man mit Freunden zusammenarbeitet, muss man nicht micromanagen. Es reicht, Vertrauen zu haben und darauf zu setzen, dass alles gut funktioniert oder insgesamt die Projekte gut laufen 

Neugierig bleiben: 

Probleme nicht als Hindernis sehen, sondern als Chance zur Entwicklung. Fühlt sich im ersten Moment oft nicht so an aber nachher dafür umso mehr. 

Auszeiten nehmen:  

Selbstständig sein heißt meist auch viel Arbeiten. Bei mir sind das oft auch mal Wochenenden oder 16 Stunden Tage bis tief in die Nacht. Aber ich weiß auch das ich diese Zeit wiederbekomme und das nicht erst in 20 Jahren, sondern ich nehme Sie mir bewusst jedes Jahr. Gönnt euch eure Urlaube und Pausen. Dafür ist man ja schließlich selbstständig. Man muss niemanden nach Urlaub fragen, sondern man kann ihn sich einfach selber erarbeiten. 

Leidenschaft statt reines Geld:  

Die ersten Jahre dienen der Sicherung, aber der Motor sollte Freude und Leidenschaft sein. Seit ich selbstständig bin, habe ich nie wieder einen Sonntagabend gedacht: „Oh nee, morgen ist Montag, und ich muss arbeiten gehen.“ 

Balance finden: 

Immer prüfen, ob man glücklich ist mit dem, was man tut. Wenn man das bejahen kann, muss man nicht alles ständig weiter vorantreiben – man kann den aktuellen Zustand genießen und dennoch alles mit Freude tun. 

Diese Punkte haben mir geholfen, die Selbstständigkeit nicht nur erfolgreich, sondern auch erfüllend zu gestalten. 


Räuberbauten online – ein Blick in die Zukunft

Schon seit zehn Jahren habe ich mir eine eigene Internetseite bzw. Domain gesichert – lange Zeit lag sie eher still. Wir hatten es nie wirklich nötig, aktiv Werbung zu machen, denn unsere Kunden kamen größtenteils über Empfehlungen. Jetzt kümmert sich unser Freund Fränki mit viel Einsatz und Gewissenhaftigkeit darum, die Seite aufzubauen. Ziel ist es, Räuberbauten online noch besser zu präsentieren – und später wird dort sogar ein Onlineshop entstehen. Das ist zwar noch ein bisschen Zukunftsmusik, aber seid gespannt: Neben unseren klassischen Projekten möchten wir dort auch Dekosachen rund ums Holz anbieten, vielleicht mal einen Tisch oder ein Möbelstück – kleine Highlights für euer Zuhause. 

Wir würden uns freuen, wenn ihr immer mal vorbeischaut oder etwas im Onlineshop entdeckt und vielleicht etwas kauft. 

Diese Seite, auf der ihr gerade diesen Text lest, ist der Startpunkt. Sie soll unseren Kunden einen besseren Einblick geben, zeigen, wer wir sind, was wir lieben, und ein bisschen von der Kreativität vermitteln, die in jedem unserer Projekte steckt. 


Wie es weitergehen soll?

Ganz ehrlich: 

Wenn die nächsten zehn Jahre so laufen wie bisher, wäre das super – genauso locker, kreativ und voller spannender Projekte. 

Danke an alle, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben. Danke für die Empfehlungen, die netten Nachrichten, die helfenden Hände und die vielen schönen Projekte, die wir umsetzen durften – Freunde, Familie, Team und Kunden gleichermaßen. 

Auf die nächsten Räuberbauten 


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